Der Intensiv-Präventionskurs  

in der "Sprachbude" in Garding und Oster-Ohrstedt

Eine altersgerechte Sprachentwicklung eines Kindes ist eine wichtige Voraussetzung für seinen gelungenen Schulstart. Altersgemäß hören, verstehen und sprechen zu können bestimmt in vielen Fällen die Schul- und auch die spätere Lebensbiografie eines Menschen. 
Viele Kinder zeigen heutzutage sprachliche Auffälligkeiten im letzten KiTa-Jahr vor der Einschulung. Aus dem Hintergrund heraus haben wir als Förderzentrum Husum in diesem Schuljahr 2025/26 zwei ‚Sprachbuden‘ eingerichtet. 

An der Grundschule Ohrstedt im Norden und an der Theodor-Mommsen-Schule in Garding im Süden unserer Zuständigkeitsregion finden in Kooperation mit den umliegenden KiTas jeweils Intensiv-Präventionskurse (IPK) statt. Eine Förderzentrumslehrkraft mit der Fachrichtung Sprache führt diesen Kurs durch.
Damit bekommen ausgewählte Kinder, die im letzten KiTa-Jahr noch deutliche sprachliche Auffälligkeiten zeigen und keine logopädische Behandlung erhalten, kostenfrei eine präventive Sprachförderung über 10 Wochen in erhöhter Intensivität.
In der ‚Sprachbude’ werden effektive Methoden der Sprachförderung in den verschiedenen Sprachebenen angewendet und zugleich wichtige Kompetenzen für den Start in die neue Lebensphase Schule gefördert. Ein enger Austausch zwischen Elternhaus, KiTa, Förderzentrum und aufnehmender Grundschule des Kindes wird dabei gepflegt.

Bei Fragen nehmen Sie gern Kontakt zu Frau Johannsen (Sprachbude Ohrstedt) und zu Frau Kröger (Sprachbude Garding) auf. 

 An allen anderen KiTa-Standorten unserer Zuständigkeitsregion werden die Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten im letzten KiTa-Jahr durch unsere dort tätigen Förderzentrumslehrkräfte mit der Fachrichtung Sprache begleitet.

Fragen Sie gern in der KiTa nach, wenn Sie einen Beratungswunsch zur Sprache Ihres Kindes haben. 

Angebot für Kita-Fachkräfte

Arbeitskreise 'Sprache in der Kita' für alle pädagogischen Fachkräfte in Kita

  

Seit dem Kita- bzw. Schuljahr 2024/25 wird in der Zuständigkeitsregion unseres Förderzentrums durch die Kreisfachberaterin für Sprachförderung in Nordfriesland ein Arbeitskreis für pädagogische Fachkräfte in der Kita  angeboten. 

Dabei werden fachliche Erkenntnisse vermittelt, es werden Bücher und Spiele vorgestellt und meist geht es inhaltlich um ein spezielles Thema. Praktische Möglichkeiten zur Sprachförderung werden aufgezeigt und zusammen erarbeitet.  

Programm für das Schuljahr 25/26

Für den Arbeitskreis gibt es einen Mail-Verteiler, in den man sich aufnehmen lassen kann. Über diesen werden die Einladungen zu den bevorstehenden Veranstaltungen rechtzeitig verschickt. Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist aus organisatorischen Gründen notwendig. Sollten Sie Fragen zum Arbeitskreis haben, erteilt Frau Kröger gerne per E-Mail Auskunft.


Prävention - Sprachförderung in den Kitas des Einzugsbereiches

Im Rahmen der präventiven Sprachförderung arbeiten wir als ausgebildete Sprachheilpädagoginnen und -pädagogen zurzeit an 45 Kitas und Kindergärten im Raum Nordfriesland. Zu unseren Aufgaben zählen am jeweiligen Standort die Diagnostik des Sprachentwicklungsstandes von 3- bis 6-jährigen Kindern, die Sprachförderung von 4- bis 6-jährigen Kindern sowie die Beratung von Erzieherinnen und Erziehern sowie von Eltern. Zudem bereiten wir den Übergang von Kindern mit erhöhtem Sprachförderbedarf von der Kita oder von dem Kindergarten in die jeweilige Grundschule vor.

  

Beratung

In besonderen Fällen beraten wir als Sprachförderteam gern und kommen nach gemeinsamer Absprache an die Standorte der Kitas, Kindergärten und Grundschulen, um Lösungen zu suchen und Wege zu finden.

 

Netzwerkarbeit 

 Die Zusammenarbeit und der Austausch mit Fachleuten aus anderen Disziplinen stellt für uns einen Pfeiler unserer Sprachförderung in unseren präventiven und inklusiven Tätigkeitsfeldern dar. Damit ergibt sich häufig die Chance gemeinsames Wissen, passende Förderangebote und individuelle Ressourcen herauszustellen und ineinander verzahnen zu lassen, damit das Kind bestmöglich in seiner Sprachentwicklung unterstützt werden kann. Aus diesem Grund pflegen wir unsere Netzwerke unter anderem mit den praktizierenden Logopädinnen und Logopäden, mit den Kinderärztinnen und -ärzten aus unserem Einzugsbereich, sowie mit dem Landesförderzentrum Hören und Kommunikation in Schleswig.

Sprachintensivmaßnahme (SIM) 

an der Iven-Agßen-Schule in Husum

Die Sprachintensivmaßnahme bietet die Möglichkeit zur besonderen inklusiven Beschulung mit dem Fokus auf „Sprache im Mittelpunkt“ in der flexiblen Eingangsphase. Sie richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der Eingangsphase, die einen erheblichen Förderbedarf im Förderschwerpunkt Sprache aufweisen. An der wohnortnahen zuständigen Grundschule können diese Kinder durch die dort praktizierten inklusiven Maßnahmen und Möglichkeiten sowie durch die Unterstützung des Förderzentrums in diesen Fällen nicht ausreichend gefördert werden. Die Kinder, die für die SIM in Frage kommen, haben deutliche Beeinträchtigungen im Sprachverständnis, bei der Sprachverarbeitung und/oder der Sprachproduktion. Sie sind in ihrer gesamten Kommunikation erheblich beeinträchtigt. Mit den sprachlichen Barrieren sind in der Regel weitere Auffälligkeiten verbunden, wie beispielsweise Schwierigkeiten beim Lernen, in der Wahrnehmung und in der Motorik sowie im Verhalten.