Prävention - Sprachförderung in den Kitas des Einzugsbereiches

Im Rahmen der präventiven Sprachheilarbeit arbeiten wir als ausgebildete Sprachheilpädagoginnen und -pädagogen zurzeit an 42 Kitas und Kindergärten im Raum Nordfriesland. Zu unseren Aufgaben zählen am jeweiligen Standort die Diagnostik des Sprachentwicklungsstandes von 3- bis 6-jährigen Kindern, die Sprachförderung von 4- bis 6-jährigen Kindern sowie die Beratung von Erzieherinnen und Erziehern sowie von Eltern. Zudem bereiten wir den Übergang von Kindern mit erhöhtem Sprachförderbedarf von der Kita oder von dem Kindergarten in die jeweilige Grundschule vor.

  

Beratung

In besonderen Fällen beraten wir als Sprachheilteam gern und kommen nach gemeinsamer Absprache an die Standorte der Kitas, Kindergärten und Grundschulen, um Lösungen zu suchen und Wege zu finden.

 

Sprachheilintensivmaßnahme 

 (SIM) an der Iven-Agßen-Schule in Husum


Die Sprachheilintensivmaßnahme bietet die Möglichkeit zur besonderen inklusiven Beschulung mit dem Fokus auf „Sprache im Mittelpunkt“ in der flexiblen Eingangsphase. Sie richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der Eingangsphase, die einen erheblichen Förderbedarf im Förderschwerpunkt Sprache aufweisen. An der wohnortnahen zuständigen Grundschule können diese Kinder durch die dort praktizierten inklusiven Maßnahmen und Möglichkeiten sowie durch die Unterstützung des Förderzentrums in diesen Fällen nicht ausreichend gefördert werden. Die Kinder, die für die SIM in Frage kommen, haben deutliche Behinderungen im Sprachverständnis, bei der Sprachverarbeitung und/oder der Sprachproduktion. Sie sind in ihrer gesamten Kommunikation erheblich beeinträchtigt. Mit den sprachlichen Barrieren sind in der Regel weitere Auffälligkeiten verbunden, wie beispielsweise Schwierigkeiten beim Lernen, in der Wahrnehmung und in der Motorik sowie im Verhalten.

 

Um einen kleinen Einblick in den Unterrichtsalltag aus der SIM zu erhalten, klicken Sie gern auf den Button und informieren sich ab Minute 4:33 über das inklusive Sprachheilangebot:

Netzwerkarbeit

Die Zusammenarbeit und der Austausch mit Fachmenschen aus anderen Disziplinen stellt für uns einen Pfeiler unserer Sprachheilarbeit in unseren präventiven und inklusiven Tätigkeitsfeldern dar. Damit ergibt sich häufig die Chance gemeinsames Wissen, passende Förderangebote und individuelle Ressourcen herauszustellen und ineinander verzahnen zu lassen, damit das Kind bestmöglich in seiner Sprachentwicklung unterstützt werden kann. Aus diesem Grund pflegen wir unsere Netzwerke unter anderem mit den praktizierenden Logopädinnen und Logopäden, mit den Kinderärztinnen und -ärzten aus unserem Einzugsbereich, sowie mit dem Landesförderzentrum Hören und Kommunikation in Schleswig.